Hugalele

Ein Teamspiel für die ganze Klasse zum draußen spielen.

Zwei Teams spielen gegeneinander. Jedes Team startet in seiner eigenen Spielfeldhälfte. Ziel ist es, die Keule im gegenerischen Spielfeld zu erorbern und im eigenen Spielfeld abzulegen. Wir jemand im gegnerischen Spielfeld gefangen (berührt), muss er*sie ins Gefägnis im gegnerischen Spielfeld.

Teambildung

Es werden zwei Teams gebildet. Für die Einteilung der Teams empfehlen wir, dass sich die Schüler*innen selbst einteilen. Es werden zwei Verantwortliche ernannt. Eine*r der beiden darf die zwei Teams einteilen. Er oder sie teilt abwechselnd Spieler*innen Team A und dann Team B zu. Am Schluss bleiben die zwei Verantwortlichen über. Die Person, die bisher nur zugeschaut hat, darf sich nun das Team aussuchen. Der*die Einteiler*in geht in das andere Team. Um die Teamidentifikation zu stärken und damit die Teamzugehörigkeit leichter erkennbar ist, empfielt es sich, dass sich die Spieler*innen farblich kennzeichnen, z.B. mit zwei farbigen Strichen unter den Augen (Schminkfarben), ähnlich wie es Footballspieler machen.

 

Das Gefängnis

Eigene Teammitglieder können aus dem Gefägnis befreit werden, indem man ins Gefägnis läuft. Schafft man das, ohne gefangen zu werden, darf man an jeder Hand eine*n Spieler*innen (also zwei) mitnehmen, und zwar diejenigen, die schon am längsten im Gefängnis waren. Die drei gehen außerhalb des Feldes zurück in die eigene Spielhälfte. Man darf auch vom Leo aus ins Gefängnis laufen. Ist das Gefägnis leer, so ist der*die ins Gefängnis gelaufene nun gefangen. Läuft man im gegnerischen Spielfeld seitlich ins "Out", muss man ebenso ins Gefängnis.

Das Leo (Hugalele)

Das Leo ist eine sichere Zone für ein Team in der gegnerischen Spielhälfte. Schafft man es dorthin, ohne gefangen zu werden, kann man dort in Sicherheit verweilen. Vom Leo aus ist es möglich ins Gefägnis zu laufen, zurück ins eigene Feld oder zur Keule. Die Keule darf allerdings nicht ins Leo gebracht werden, sondern darf nur im Feld abgelegt werden, im eigenen oder im gegenerischen.

Die Keule

Die Keule im gegnerischen Feld darf aufgehoben werden, jene im Feld der eigenen Mannschaft ist tabu. Mit der Keule in der Hand darf gelaufen werden. Sie darf nicht geworfen, aber sie darf weitergeben oder abgelegt werden, auch im gegnerrischen Feld. Insofern sie dort abglegt wurde, bevor der*die Spieler*in gefangen wurde, darf sie dort liegen bleiben. Ansonsten kommt sie dorthin zurück, wo sie aufgehoben wurde. Wird die Keule im eigenen Feld gebracht und abgelegt, bekommt diese Mannschaft einen Punkt. Daraufhin startet die nächsten Runde.

Rundenstart

Vor Beginn des Spiels und mit jedem neuen Start stellen sich die Teams entlang der Mittellinie auf. Jede*r hat eine*n Gegenüber. Man reicht sich die Hand und wünscht sich ein faires Spiel. Ein*e Schüler*in die/der sich das zutraut, schreit: "Hugalele, Hugalele hu, hu, hu". Alle Spieler*innen wiederholen diesen Schrei lautstark. Am besten wird das noch zwei mal wiederholt. Unmittelbar danach positionieren sich die Spieler*innen im eigenen Spielfeld und dürfen auch schon loslaufen.

 

Taktiken

Vor dem Spiel und zwischen den Punkte dürfen die Teams Taktikbesprechungen durchführen. Dabei geht es zuerst mal darum, wer die Keule, das Leo und das Gefägnis bewacht. Jede dieser drei Zonen darf nur von einer Person bewacht werden, die mindestens einen Meter Abstand dazu hält. Um die Keule herum legt man am besten ein Seil, als Distanzhalter. In den Keulenkreis dürfen Spieler*innen des eigenen Teams zwar durchlaufen, aber nicht stehen bleiben. Natürlich sind erweiterte Taktikbesprechungen ebenso erlaubt, wie z.B.: Wer greift an, wer verteidigt. Tatsächlich geht es in diesem Spiel nicht nur um Schnelligkeit, sondern viel mehr um Zusammenarbeit und die Rollenverteilung im Team.

Material

  • 2 Keulen
  • zwei Seile ca. 3 Meter lang
  • Absperrband mit Rasennägeln oder lange Seile für die Spielfeldbegrenzung

Schwerpunkte

  • Teamdynamik
  • Rollenfindung
  • Bezogenheit

Dauer

Etwa 10-20 Minuten pro gespieltem Punkt

Konfliktpotential

Spiele, in denen zwei Teams gegeneinander antreten, haben ein hohes Konfliktpotential. Streit über die Regeln bzw. deren Einhaltung können ausbrechen. Ebenso kann es zu Diskussionen über unfaires Verhalten oder über Tatsachenentscheidungen kommen. Wir empfehlen, die Klasse das unter sich ausmachen zu lassen (auch Schiedsrichter*innenentscheidungen) und nur im Notfall einzuschreiten. U.U. ist es erforderlich, an die Regeln zu erinnern oder die Diskussionskultur mit Methodiken zu unterstützen. Am Ende des Spieles kann es wichtig sein, wenn die Stimmung aufgrund Meinungsverschiedenenheiten angespannt ist, darüber zu reden um hier evtl. Konflikte aufzulösen.

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