Ein sicherer Einstieg ins Gerätturnen

Sport und Bewegung spielen eine zentrale Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen. Um die Vielfalt des Sports erlebbar zu machen, ist es wichtig, Schüler*innen unterschiedliche Sportarten näherzubringen.

Ein guter Einstieg in das Gerätturnen gelingt mit Langbänken, die in nahezu jeder Schulturnhalle vorhanden sind. Sie ermöglichen es, ohne großen organisatorischen Aufwand erste turnerische Erfahrungen zu sammeln. Dadurch können Schüler*innen schrittweise an Bewegungen auf und mit Geräten herangeführt werden, ohne dass komplexe Aufbauten notwendig sind

Mutig ans Gerät: Erste Turnerfahrungen mit der Langbank

Langbänke sind in nahezu jeder Schulturnhalle vorhanden und eignen sich besonders gut für einen niederschwelligen Einstieg in das Turnen mit und auf Geräten. Sie sind einfach aufzubauen, vielseitig einsetzbar und ermöglichen so einen sicheren ersten Zugang ins Gerätturnen. Je nach Alter können die Langbänke von den Schüler*innen gemeinsam in den Turnsaal getragen und aufgebaut werden, wodurch sie früh Verantwortung übernehmen und aktiv in den Unterricht eingebunden sind.

Werden Langbänke parallel zueinander aufgebaut, eröffnen sich vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Die klare Struktur des Geräts bietet Orientierung und zugleich Freiraum für unterschiedliche Bewegungsvarianten. So können Schüler*innen grundlegende Bewegungsformen erproben, Sicherheit im Umgang mit Geräten gewinnen und schrittweise Vertrauen in das eigene Können aufbauen.

Das Arbeiten mit der Langbank fördert vor allem Gleichgewicht, Orientierung und grundlegende koordinative Fähigkeiten. Gleichzeitig bietet sie einen sicheren Rahmen, um Hemmschwellen gegenüber dem Geräteturnen abzubauen und erste positive Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.

Aufwärmen mit der Langbank

Zu Beginn bietet sich folgendes Aufwärmen an: Die Turnbänke werden parallel mit etwas Abstand zueinander aufgestellt. Die Klasse stellt sich in zwei Reihen davor auf, sodass die erste Bank quer vor ihnen liegt. Bei einer Klassengröße von etwa 25 Kindern empfehlen sich fünf bis sechs Langbänke.

Die Schüler*innen beginnen damit, sich an das Gerät zu gewöhnen. Sie laufen über alle Bänke drüber und außen herum wieder zurück zum Startpunkt. Nach ein bis drei Runden kann das Laufen variiert werden, zum Beispiel durch folgende Aufgaben:

  • nur mit einem Fuß auf die Bank steigen
  • mit beiden Füße nacheinander auf die Bank steigen und wieder heruntersteigen
  • seitlich über die Bänke laufen, dabei einmal nach rechts und einmal nach links schauend
  • auf die Bank steigen und beidbeinig herunterspringen
  • beidbeinig auf die Bank springen und wieder herunterspringen
  • Hockwenden über die Bank ausführen
  • Aufhocken auf die Bank und einen Strecksprung hinunter springen

Springen & balancieren

Anschließend wird die Formation gewechselt. Die Langbänke liegen nun längs, und die Schüler*innen stellen sich in Kleingruppen von vier bis sechs Kindern jeweils vor einer Bank auf. Über die Bank hinweg können nun unterschiedliche Gang- und Bewegungsarten geübt werden, zum Beispiel:

  • vorwärts und rückwärts gehen
  • schreiten mit ausgestreckten Armen zur Seite
  • auf einem Bein hüpfen
  • wie ein Flamingo gehen und abwechselnd ein Knie anheben
  • auf Zehenspitzen wie eine Giraffe mit hochgestreckten Armen gehen
  • mit einem Bein oben auf der Bank und einem Bein unten neben der Bank laufen
  • Beinwechsellauf: ein Bein oben, eines unten, anschließend seitlich springen und die Position wechseln
  • Start in der Grätsche mir den Füßen rechts und links der Bank, beidbeinig auf die Bank springen und wieder runter in die Grätsche springen
  • auf allen Vieren gehen
  • wie eine Spinne krabbeln
  • am Bauch wie eine Superheld*in vorwärts rutschen
  • wie ein Pferd galoppieren (Pferdchenhüpfer)

Viele dieser Bewegungsformen können nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts und teilweise seitwärts durchgeführt werden. Es lohnt sich, unterschiedliche Varianten auszuprobieren, um die koordinativen Fähigkeiten der Kinder zu fördern und neue Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.

Oft entwickeln die Schüler*innen dabei selbst kreative Ideen, wie die Langbank noch überquert oder genutzt werden kann. Diese Impulse können gut aufgegriffen und in den Unterricht integriert werden.

Flottes Reaktionsspiel zum Abschluss

Zum Abschluss bietet sich ein kurzes Reaktionsspiel an. Die Klasse verteilt sich auf die drei mittleren Langbänken und setzt sich im Reitsitz mit Blick zur Lehrkraft darauf. Wichtig ist, dass rechts und links jeweils zumindest eine Langbank frei bleibt, damit genügend Platz für die Bankwechsel vorhanden ist.

Die Lehrkraft gibt nun Kommandos, die möglichst schnell umgesetzt werden sollen:

  • Oben! – Alle Kinder stellen sich auf die Bank.
  • Unten! – Alle Kinder setzen sich auf die Bank.
  • Rechts! – Alle rutschen eine Bank nach rechts.
  • Links! – Alle rutschen eine Bank nach links.

Optional kann die Lehrkraft die Richtungen zusätzlich mit Handzeichen anzeigen, um das Spiel für jüngere Schüler*innen übersichtlicher zu gestalten. Durch die schnellen Richtungswechsel und das gemeinsame Reagieren entsteht ein dynamisches Spiel, das den Schüler*innen Spaß macht und einen motivierenden Abschluss der Turnstunde ermöglicht

Betreute Aktivtage für Ihre Klasse

Bewegungsformen wie diese zeigen, wie vielfältig und motivierend Turnunterricht gestaltet werden kann. Genau solche erlebnisorientierten Methoden kommen auch bei unseren Aktivtagen zum Einsatz.

Mit vielen sportlichen, kreativen und kooperativen Übungen gestaltet unser Trainer*innenteam abwechslungsreiche Projekttage für Schulklassen der 3. bis 7. Schulstufe. Raus aus dem Schulalltag und hinein ins Bewegen, gemeinsame Erleben und Bewältigen neuer Herausforderungen. Dabei stehen Teamgeist, die Freude an der Bewegung und positive Gruppenerfahrungen im Mittelpunkt.

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